Phishing – so erkennst du die Masche und schützt dich

Phishing ist eine der am weitesten verbreiteten Methoden, mit der Kriminelle an persönliche Daten wie Passwörter, Kontonummern oder Kreditkartendaten kommen wollen. Dabei geben sie sich als vertrauenswürdige Institutionen aus – zum Beispiel Banken, Telekommunikationsanbieter oder Onlinehändler – und fordern in E-Mails, SMS oder sogar Anrufen dazu auf, sensible Daten einzugeben. Ziel ist es, deine Identität zu stehlen oder direkten finanziellen Schaden anzurichten.

Der Ablauf ist oft ähnlich: Du bekommst eine täuschend echt wirkende Nachricht mit Logo, Farbschema und oft fehlerfreiem Deutsch. Dringlichkeit, Drohungen oder verlockende Angebote sollen dafür sorgen, dass du schnell reagierst – ohne genauer hinzuschauen. Auffällige Merkmale sind unter anderem:

  • unpersönliche Anrede wie „Sehr geehrter Kunde“
  • unseriöse oder abweichende Absenderadresse
  • enthaltene Links zu gefälschten Login-Seiten
  • kurze Fristen zur Reaktion
  • Androhung von Sperrungen oder Gebühren

Zwei aktuelle Phishing-Fälle zeigen, wie die Betrüger vorgehen:

Fall 1: Volksbanken Raiffeisenbanken – angebliche Telefonnummern-Verifizierung

Datum: 1. August 2025
Betreff: „Веѕtätіgеn Ѕіе Іhrе Теlеfоnnummеr!“

Hier wirst du angeblich im Namen der Volksbanken Raiffeisenbanken aufgefordert, deine Telefonnummer innerhalb von 48 Stunden zu bestätigen. Als Grund werden gleich zwei plausible Erklärungen genannt – ein Versuch, Seriosität vorzutäuschen.

Auffällige Phishing-Merkmale:

  • unpersönliche Anrede („Sehr geehrter Kunde“)
  • fragwürdige Absenderadresse
  • Link in der Nachricht
  • kurze Frist zur Reaktion
  • Drohung mit Kontoeinschränkung

Fall 2: Telekom – Drohung mit Sperrung der Telefonnummer

Datum: 28. Juli 2025
Betreff: „Die letzte Mahnung vor der Sperrung Ihrer Telefonnummer“

In dieser E-Mail wird behauptet, deine IBAN im „T-Online-Konto“ sei nicht mehr synchronisiert. Du sollst innerhalb von 24 Stunden deine Daten aktualisieren, sonst würden Telefonnummer sowie alle verknüpften Abos und Dienste dauerhaft gesperrt. Auffällig: „T-Online“ ist als Produkt der Deutschen Telekom schon seit Jahren eingestellt – ein klarer Hinweis auf Betrug.

Auffällige Phishing-Merkmale:

  • unpersönliche Anrede („Guten Tag“)
  • unseriöse Absenderadresse
  • Link zu einer gefälschten Webseite
  • Drohung mit sofortiger Sperre
  • falsche oder nicht existente Firmenadresse („Musterstraße 123, Berlin“)

So schützt du dich vor Phishing

  1. Prüfe jede Nachricht kritisch – vor allem Absenderadresse, Schreibweise und enthaltene Links.
  2. Klicke keine Links an – rufe die offizielle Website immer selbst im Browser auf.
  3. Gib keine sensiblen Daten ein, wenn du nicht sicher bist, dass die Quelle echt ist.
  4. Hinterfrage kurze Fristen und Drohungen – seriöse Unternehmen setzen dich nicht so unter Druck.
  5. Kläre Zweifel direkt mit dem Anbieter – nutze dafür nur die offiziellen Kontaktdaten.

Phishing lebt davon, dass du schnell und unüberlegt handelst. Wenn du die typischen Merkmale kennst und dir angewöhnt hast, verdächtige Nachrichten zu hinterfragen, kannst du dich effektiv vor dieser Form des digitalen Betrugs schützen.

Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband

Bild: Envato/AndersonPiza

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