Klimaanlagen – Wo liegt der Unterschied?

Splitgerät oder Monoblock?

Wer im Sommer seine Wohnung oder sein Haus kühlen möchte, steht meist vor der Wahl zwischen einer Monoblock-Klimaanlage und einem Split-Klimagerät. Beide Systeme verfolgen das gleiche Ziel – sie entziehen dem Raum Wärme und sorgen für angenehmere Temperaturen. Technisch unterscheiden sie sich jedoch erheblich.

Bei einer Monoblock-Klimaanlage sind alle wichtigen Bauteile wie Kompressor, Verdampfer und Kondensator in einem einzigen Gerät untergebracht. Die warme Luft wird über einen Abluftschlauch durch ein geöffnetes oder speziell abgedichtetes Fenster nach draußen geleitet. Der große Vorteil: Die Geräte lassen sich ohne aufwendige Installation sofort in Betrieb nehmen und eignen sich deshalb besonders für Mietwohnungen. Allerdings befindet sich auch der Kompressor im Raum, weshalb Monoblock-Geräte meist deutlich lauter arbeiten und oft mehr Strom verbrauchen.

Split-Klimageräte bestehen dagegen aus zwei getrennten Einheiten. Das Innengerät sorgt für die Kühlung des Raumes, während sich der laute Kompressor im Außengerät befindet, das außerhalb des Gebäudes montiert wird. Beide Einheiten sind über Leitungen miteinander verbunden. Dadurch arbeiten Split-Anlagen wesentlich leiser, energieeffizienter und erreichen meist eine höhere Kühlleistung. Allerdings ist die Installation deutlich aufwendiger und in Mietwohnungen häufig nur mit Zustimmung des Vermieters möglich. Welche Lösung die bessere ist, hängt deshalb nicht nur vom Budget, sondern auch von den baulichen Gegebenheiten und dem individuellen Nutzungsverhalten ab.

Die besten Splitgeräte

Die Stiftung Warentest hat in ihrer Ausgabe 06/2026 insgesamt elf Split-Klimageräte getestet – darunter sechs neue Modelle mit einer Kühlleistung von rund 2,5 Kilowatt, vier bereits bekannte Geräte mit 3,5 Kilowatt sowie ein mobiles Split-Gerät für Mieter. Das Ergebnis fällt insgesamt positiv aus: Neun der elf getesteten Klimaanlagen erhielten die Note „Gut“. Nur das Modell von Gree und das mobile Midea Portasplit mussten sich mit einem „Befriedigend“ zufriedengeben.

Testsieger wurde die Mitsubishi Electric MSZ-RZ25VU mit der Gesamtnote 2,0. Die Anlage überzeugte vor allem durch ihre sehr guten Kühl- und Heizleistungen sowie das besonders klimafreundliche Kältemittel Propan (R290). Knapp dahinter landete das Samsung-Modell AR70F09CAAWN mit der Note 2,1. Es punktete vor allem durch seine hohe Energieeffizienz und die niedrigsten Heizkosten im Test.

Ein zentrales Ergebnis des Tests: Moderne Split-Klimageräte eignen sich nicht nur zum Kühlen, sondern auch zum Heizen. Laut Stiftung Warentest können die Geräte die Heizkosten gegenüber einer reinen Gasheizung deutlich senken. Gleichzeitig verursachen sie im Heizbetrieb weniger als halb so viele Treibhausgasemissionen wie eine Gasheizung. Besonders effizient arbeiteten hier die Geräte von Samsung und Daikin.

Auch bei den Stromkosten zeigten sich deutliche Unterschiede. Während sparsame Geräte über einen Zeitraum von 15 Jahren Kühlkosten von unter 1.000 Euro verursachen, können weniger effiziente Modelle deutlich teurer werden. Zudem stellte die Stiftung Warentest fest, dass die meisten Geräte Räume sehr schnell herunterkühlen. Das schnellste Modell von Bosch senkte die Raumtemperatur im Test innerhalb von nur 23 Minuten von 35 auf 25 Grad Celsius.

Das Fazit der Tester: Wer regelmäßig kühlen möchte, fährt mit einer modernen Split-Klimaanlage deutlich besser als mit mobilen Monoblock-Geräten. Die Geräte arbeiten effizienter, leiser und können zusätzlich als kostensparende Heizunterstützung genutzt werden.

Die besten Monoblock-Geräte

Wer keine fest installierte Klimaanlage nutzen kann oder darf, greift häufig zu einem mobilen Monoblock-Klimagerät. Doch wie gut funktionieren diese Geräte tatsächlich? Die französische Verbraucherorganisation Que Choisir hat 2026 acht neue Monoblock-Klimageräte getestet.

Das Ergebnis fällt gemischt aus. Positiv ist, dass mehrere Geräte Räume durchaus effektiv herunterkühlen können. Die vier besten Modelle im Test erreichten sehr gute Ergebnisse bei der Kühlleistung. Drei dieser Geräte sind auch in Deutschland erhältlich. Allerdings zeigen sich gleichzeitig die typischen Schwächen von Monoblock-Klimaanlagen. Da sich der Kompressor direkt im Raum befindet, arbeiten die Geräte deutlich lauter als Split-Klimaanlagen. Vor allem nachts oder in ruhigen Wohnräumen kann das als störend empfunden werden.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Energieeffizienz. Monoblock-Geräte führen die warme Luft über einen Abluftschlauch nach draußen ab. Dadurch entsteht häufig ein Unterdruck im Raum, sodass warme Außenluft nachströmt. Ein Teil der Kühlleistung geht dadurch verloren. Im Vergleich zu Split-Klimaanlagen benötigen Monoblock-Geräte deshalb meist mehr Strom, um die gleiche Kühlwirkung zu erzielen.

Mobile Klimageräte können an heißen Sommertagen durchaus für spürbare Erleichterung sorgen und sind insbesondere für Mietwohnungen eine praktische Lösung. Wer jedoch regelmäßig kühlen möchte und die Möglichkeit hat, eine Split-Klimaanlage zu installieren, erhält damit in der Regel eine leisere, effizientere und langfristig kostengünstigere Lösung.

Die Infos findest du hier.

Foto: envato/Lazy_bear

Das könnte dich auch interessieren...

Transparenzhinweis

Anzeigen, Banner oder Links, die mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet sind, sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du über einen solchen Link ein Produkt erwirbst oder einen Vertrag abschließt erhalten wir dafür eine Werbekostenerstattung. Dadurch können wir viele unserer Inhalte für dich kostenfrei anbieten. Für dich entsteht dadurch kein Nachteil.