Die DeutschlandCard hört auf
Stand: 09.10.2026
Die Rabattkarte DeutschlandCard stellt zum 30. November 2026 ihren Betrieb ein. Edeka ist zu Payback gewechselt, damit hat die DeutschlandCard ihren größten Partner verloren. Betroffen sind laut Stiftung Warentest rund 10 Millionen Menschen. Wenn du noch Punkte auf dem Konto hast, solltest du dich jetzt darum kümmern. Für die verschiedenen Wege zum Einlösen gelten unterschiedliche Fristen, und die ersten laufen schon Ende Oktober ab.
100 Punkte sind 1 Euro wert. Wer 2.500 Punkte hat, sitzt also auf 25 Euro. Auszahlen aufs Bankkonto lassen sich die Punkte nicht, anders als bei Payback.
Diese Fristen zählen jetzt
Der Anbieter hat die Termine selbst veröffentlicht. Die wichtigsten im Überblick:
- 28. Oktober: letzter Tag, an dem du an teilnehmenden Esso-Tankstellen Punkte sammeln und an der Kasse mit der Rechnung verrechnen kannst.
- 29. Oktober: letzter Tag zum Sammeln bei Bestellungen über teilnehmende Onlineshops. Ab dem 30. Oktober kannst du keine weiteren Punkte mehr sammeln.
- 31. Dezember: Bis dahin kannst du Punkte im Prämienshop gegen Sachprämien tauschen oder an Vereine und Stiftungen spenden.
- Danach: Laut DeutschlandCard bleibt dann nur noch der Tausch in einen Joy-Universalgutschein.
Regulär gelten deine Punkte laut Teilnahmebedingungen 36 Monate ab der Gutschrift. Das heißt aber nicht, dass du sie in drei Jahren noch so bequem loswirst wie heute. Die meisten Einlösewege enden in diesem Jahr. Warte deshalb nicht ab, sondern wandle deine Punkte möglichst bald um.
So holst du am meisten heraus
Schau zuerst in die App oder auf der Webseite nach, wie viele Punkte du hast. Mach dir am besten einen Screenshot vom Punktestand, dann hast du einen Beleg, falls später etwas fehlt.
Tankst du ohnehin bei Esso, ist die Verrechnung an der Kasse der einfachste Weg. Hier bekommst du für deine Punkte den Gegenwert in Euro. Du brauchst dafür mindestens 100 Punkte und eine angemeldete Karte. Das klappt nur bis zum 28. Oktober und nicht, wenn du mit einer Tank- oder Flottenkarte zahlst.
Beim Prämienshop solltest du nachrechnen. Nach Berichten der Stiftung Warentest und der Nachrichtenagentur dpa sind die Preise dort vergleichsweise hoch. Prüf also, was dieselbe Kaffeemaschine oder derselbe Kopfhörer im normalen Handel kostet, und rechne Zuzahlung und Versand mit ein. Eine Prämie, die du nicht brauchst, ist keine Ersparnis.
Eine weitere Möglichkeit ist der Joy-Universalgutschein. Du kannst ihn laut Anbieter für fast jedes Produkt einsetzen, das bei gewerblichen Onlinehändlern zu haben ist. Ausgeschlossen sind unter anderem digitale Produkte, Dienstleistungen und andere Geschenkkarten. Der Gutschein gilt drei Jahre. Lies vor dem Tausch die Bedingungen, damit du weißt, wie das Einlösen später genau abläuft.
Hast du nur ein paar hundert Punkte, für die sich keine Prämie lohnt? Dann ist eine Spende an einen Verein eine gute Idee, statt sie ungenutzt liegen zu lassen.
Und was kommt danach?
Neu anmelden solltest du dich bei der DeutschlandCard nicht mehr, auch wenn die Webseite das noch anbietet. Das rät die Stiftung Warentest ausdrücklich.
Wenn du alles eingelöst hast, kannst du dein Konto schließen und die Löschung deiner Daten verlangen. Sichere vorher Gutscheincodes und Bestellbelege und warte ab, bis alle Bestellungen angekommen und noch offene Gutschriften auf dem Konto sind.
Brauchst du überhaupt einen Ersatz? Bei teilnehmenden Edeka-Märkten kannst du jetzt mit Payback Punkte sammeln. Bevor du dich bei der nächsten Karte anmeldest, frag dich aber, was du davon hast. Der Rabatt über Bonusprogramme ist meist klein. Und wenn du eine Bonuskarte nutzt, können deine Einkäufe deinem Kundenkonto zugeordnet und ausgewertet werden. Diesen Tausch muss jeder für sich abwägen. Für die DeutschlandCard gilt jetzt erst einmal: Punktestand prüfen, passenden Einlöseweg wählen und die Fristen im Blick behalten.

