Anfang des Jahres ist für viele Menschen der teuerste Monat. Weihnachten ist vorbei, die Kreditkartenabrechnungen trudeln ein und im Januar fallen viele Versicherungen wieder an. Wenn du jetzt etwas dringend brauchst oder shoppen musst, kann das ganz schnell ins Geld gehen. Für alle, die in dieser Phase sparen wollen, habe ich einen Tipp, den die wenigsten auf dem Schirm haben: Sparen mit Zollauktionen.
Was auf den ersten Blick nach kompliziertem Behördenkram klingt, ist in Wahrheit eine ganz reale Chance, hochwertige Waren zu deutlich reduzierten Preisen zu bekommen. Der Zoll versteigert regelmäßig Güter, die aus unterschiedlichsten Gründen eingezogen wurden – unter anderem weil sie nicht verzollt wurden, Fälschungen sind oder aus nicht ordnungsmäßigen Importen stammen. Diese Waren werden öffentlich versteigert und sind für jeden zugänglich, der mitbieten möchte.
So funktioniert es
Der deutsche Zoll arbeitet auf einer Online-Auktionsplattform. Dort findest du eine große Bandbreite an Artikeln – von Elektronik über Werkzeuge und Fahrräder bis hin zu Haushaltswaren. Die Versteigerungen laufen über ein begrenztes Zeitfenster, meist mehrere Tage. Interessierte können online mitbieten, ähnlich wie bei bekannten Auktionshäusern. Jeder sieht die Artikelbeschreibung, den Startpreis und die aktuelle Gebotslage. Am Ende der Auktion gehört der Artikel dem Höchstbietenden.
Für dich als Käufer ist das eine echte Sparmöglichkeit, weil der Startpreis oft sehr niedrig ist – deutlich unter dem Ladenpreis. Klar: Du musst Zeit mitbringen, um passende Auktionen zu finden und den Markt im Blick zu behalten. Aber wenn du geduldig bist und gezielt nach Produkten suchst, die du wirklich brauchst, kannst du echte Schnäppchen schlagen. Viele Leute sind überrascht, wie günstig hochwertige Artikel weggehen – besonders bei Technik oder Premiumartikeln, die neu schnell viel teurer wären.
Deine Rechte & Pflichten
Bei Zollauktionen kaufst du wie gesehen. Es gibt keine Rücknahme oder Gewährleistungsansprüche wie im klassischen Onlinehandel. Du solltest also die Artikelbeschreibung genau lesen und im Zweifel lieber vorsichtig bieten. Zustand, mögliche Mängel oder fehlende Zubehörteile stehen in der Anzeige. Viele Dinge sind unbenutzt oder neuwertig, weil sie einfach nicht beim ursprünglichen Empfänger angekommen sind. Andere Artikel könnten Gebrauchsspuren haben. Genau hinschauen lohnt sich.
Ein weiterer Vorteil: Du kannst teilweise Dinge ersteigern, die so im normalen Handel kaum verfügbar sind oder nur zu deutlich höheren Preisen angeboten werden. Gerade wenn du jetzt etwas brauchst, das sonst gut ins Budget schlägt – sei es ein Werkzeug, ein Küchengerät oder Sportequipment – lohnt sich der Blick auf die nächste Zollversteigerung.
Damit du den Einstieg findest, hier die Kernpunkte: Registriere dich auf einer der Auktionsplattformen, die mit dem Zoll kooperieren, schau dir regelmäßig die aktuellen Angebote an und setze dir klare Preislimits. Nie blind mitbieten, sondern nur für Dinge, die du wirklich brauchst und bei denen du den Wert gut einschätzen kannst. So kannst du im Januar, wenn ansonsten viele Rechnungen auf dich zukommen, echte Ersparnisse realisieren – und das ganz legal über Auktionen, die der Staat selbst organisiert.
Foto: Envato/laddawanpunna


